29 Oktober 2020

In den letzten Jahren hat der Teil der Kosmetikindustrie, der auf dem „Natürlich“-Trend reitet, die Angst vor allem „Chemischen“ massiv geschürt, als ob diese beiden Begriffe im Widerspruch zueinander stünden. Dies hat ein so weit verbreitetes Misstrauen gegenüber der Chemie hervorgerufen, dass sogar ein Begriff dafür geprägt wurde: CHEMOPHOBIE.

Im Jahr 2020, als die Covid-19-Pandemie die Besorgnis um die persönliche Gesundheit verstärkte, stieg die Nachfrage nach Naturprodukten, da diese als sicherer gelten. Eine verständliche Einstellung, die jedoch auf dem grundlegend falschen Konzept basiert, dass die Sicherheit von Rohstoffen von ihrem Ursprung oder ihrer Natur abhängt und nicht von ihren intrinsischen Eigenschaften.

Chemophobie in der Kosmetik

Die Fachzeitschrift Nature Chemistry veröffentlichte kürzlich die Ergebnisse einer Untersuchung des Institute for Environmental Decisions (IED) zum Thema Chemophobie.

Die von der Schweizer Regierung finanzierte Studie zeigt, dass 40 % der Befragten sogar gerne in einer Welt leben würden, in der es keine Chemikalien gibt – und damit konsequenterweise, so absurd es klingt, auch keine Menschen, die aus Chemikalien bestehen und dank ihnen überleben. Ohne sie gäbe es kein Leben auf der Erde.

Nur durch kontinuierliche Aufklärung über den sicheren Einsatz von Chemie und Toxikologie können Formulierer von Kosmetikprodukten bewusste Entscheidungen treffen, indem sie die Sicherheit von synthetischen und natürlichen Substanzen verantwortungsvoller bewerten und fördern.

Paola Dal Corno
Paola Dal Corno
Technical Sales Manager

In diesem Sinne bietet ECSA seinen Kunden umfassende und transparente Informationen zu allen Rohstoffen im Portfolio sowie technische Unterstützung, um Labore bei der Auswahl und Anwendung der Produkte zu begleiten.

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